Dann gab's da noch die Sache mit dem Gas. Kurz vor der Eröffnungsrede zerrt mich ein freiwilliger Mitarbeiter aus der Halle und erklärt mir lang und breit, dass ich jetzt Gas holen müsse, damit wir am nächten Morgen den Kaffee kochen könnten. Er gibt mir sein Handy und irgendjemand erklärt mir den Weg zu der Stelle wo ich das Gas holen sollte. Ich, nur die Hälfte verstanden, nehm' also meinen Freund, den Interno, und wir ab auf die Suche nach dem Gas. Am Anfang stimmt der Weg. Wir beachten alles richtig und landen in der Pampa. Wir halten also an und fragen irgendwo nach. Wir finden schließlich nach mehrmaligem fragen an Tankstellen diesen ominösen Gasladen, der scheinbar, extra wegen uns, um die Uhrzeit nochmal aufmachen wollte um uns Gas zu verkaufen. Wir stehen also vor diesem Laden, alle Lichter sind aus, und die einzigen, die uns begrüßen sind die Wachhunde. Wir also wieder zur Tankstelle um beim Laden anzurufen. Als da keiner 'ran geht entscheide ich unseren Direktor anzurufen, mit dem das angeblich abgesprochen gewesen sein sollte. Der wusste aber von nichts. „Gut, dann ham‘ se uns wohl verarscht“, dachten wir uns. Aus Trotz haben wir die Betroffenen dann gar nicht mehr drauf angesprochen bis... sie am nächsten Tag das Gas von uns einforderten. Jetzt verstanden wir gar nichts mehr und verstehen es eigentlich immer noch nicht. Aber am Abend hatten wir noch allen erzählt, dass wir böse hochgenommen wurden und alle haben sich gefreut und uns damit aufgezogen und am nächsten morgen haben sie sie sich aber genauso gefreut, als wir ihnen sagten, dass es irgendwie doch erst gemeint war. Naja, ich fand's nich so lustig aber egal.
Donnerstag, 16. Mai 2013
Dienstag, 19. März 2013
Studium und Alltag
Außerdem bin ich grade dabei das 10-Fingerschreibsystem zu bezwingen und brauche im Moment aber noch doppelt so lang wie wenn ich es normal bzw. falsch schreiben würde und ich bin derzeit nicht besonders motiviert, aber vielleicht kommt das ja wieder.
Das Wetter hier ist im Moment sehr unserem Herbst in Deutschland gleich. Es ist subjektiv betrachtet echt kalt! Nachdem ich meine Waäche hier umständlich in einer Holzwaschmsachine gewaschen habe, muss ich sie noch zentriefugieren, um etwas Wasser herauszuholen, und trotzdem braucht meine Wäsche zur Zeit mehere Tage bis sie trocknet, weil es hier so gut wie jeden Tag regnet. Vielleicht muss ich einfach anfangen meine Wäsche im Zimmer aufzuhängen.
Bis dem nächst, Lukas
P.S. Halbzeit ist übrigenz schon lange rum! Ich bin also bald wieder da. Und mein Rundbrief ist auch bald abschickbereit.
Sonntag, 6. Januar 2013
Urlaub, Weihnachten und Neujahr
Ich bin jetzt schon 4 Monate hier und ich fühle mich immernoch sehr wohl. Grund dafür ist unter anderem, dass ich auch öfters mal raus komme aus meinem Umfeld hier im Cerene. Am 6.12 habe ich meine Tante Susi am Strand von Florianopolis besucht. SIe wohnten dort bis vor kurzem mit ihren 2 Mädchen und den Eltern von Onkel Eduardo zusammen. Jetzt sind sie wieder nach Hamburg gezogen. SIe haben sich sehr nett um mich gekümmert und haben mir fast die ganze Insel gezeigt obwohl ihr Umzug ja am 31.12 anstand. Hier mal ein Paar Bilder:
Ich und mein Onkel in den Dünen (riesge Sandaufschüttungen an der Küste)
Ich un Onkel Ado beim Acai essen. Sehr lecker!
Mittwoch, 5. Dezember 2012
Mehr Verantwortung
Montag, 19. November 2012
Bibelwort
Was ich euch im Dunkeln sage, das gebt am helllichten Tag weiter! Was ich euch ins Ohr flüstere, das ruft vor aller Welt laut heraus!
Dienstag, 30. Oktober 2012
Happy Birthday
Ich geh jeden Sonntagabend in den Gottesdienst, wo es mir sehr gefällt. Der Gottesdienst ist nicht streng traditionell, sondern eher wie in meiner Heimatgemeinde bei den Baptisten, was mir sehr gefällt. Samstags geh ich in die Jugendstunde. Daran nehmen meist mehr als 30 Jugendliche teil, die so ungefähr in meinem Alter sind. Dieses verlängerte Wochenende nehme ich einem Jugendcamp teil. Dort kamen letztes Jahr über 2000 Jugendliche zusammen um miteinander zu singen, zu spielen und mehr von Gott zu hören. Ich bin dort mit zwei Residentes, die hier im Haus wohnen und schon raus dürfen. Ich freu mich schon echt drauf.
Im Januar dar ich auf ein Kinderzeltlager mit, wo ich als Betreuer mitwirken kann. Die Kinder sind zwischen 7 und 11. Ich weiß nicht genau wie viele Kinder dort sein werden, aber es wird bestimmt auch toll.
Ich hab auch so langsam schon Freund unter den Internos gefunden und einer hat mir auch schon ein selbstgemachtes Geschenk überreicht.
Donnerstag, 11. Oktober 2012
Kleine Anekdote
Ein Monat
Ja das ist ist Rolf. Der Rest des Teams besteht aus Elton, Marcos, Barbosa, Johan Cris, Cheila und Otto Müller, welcher der Direktor ist. Ottos Frau ist ein Cousine meiner Mutter, was nicht heißt dass wir uns vorher schon mal begegnet sind. Otto, so wie auch die anderen sind alle sehr nette und lustige Menschen.
Es hätte also echt nicht besser passen können. Dafür bin ich Gott sehr dankbar. Ich bin guter Dinge, das ich die restliche Zeit hier gut nutzen kann um hier kräftig mit zu helfen.
Mittwoch, 10. Oktober 2012
Sonntag, 7. Oktober 2012
Unsere Muckibude
Arbeitstherapie in CERENE
Arbeitstherapie
Tampinhas (Deckel)
Bohnenauslese
Arbeiten mit Holz
Sonstige Arbeiten
Mittwoch, 3. Oktober 2012
Duschen
Dienstag, 2. Oktober 2012
Mein Zimmer
Sonntag, 30. September 2012
Erstes Lebenszeichen
Ich bin jetzt schon fast zwei Wochen hier in Brasilien und konnte mich jetzt auch endlich dazu aufraffen einen Blog zu erstellen. Meine Anreise war wunderbar und es hat riesig Spaß gemacht mal wieder in einem Flugzeug zu sitzen. Die Mitarbeiter hier sprechen fast alle deutsch, Kommunikation ist also kein Problem. Außerdem kann ich ja schon halbwegs gut portugiesisch sprechen.
Die Leute die hier wohnen, weil sie ein Drogenproblem haben sind auch alle sehr nett. Sie wissen es zu schätzen, dass freiwillig aus Deutschland komme um hier mit zu helfen. Manch sind etwas albern, aber damit komm ich klar. Ich habe auch schon einige ernstere Gespräche geführt. Die sind alle sehr offen und reden auch über ihre Sucht. Viele sind schon einmal rückfällig geworden. Die Erfolgsquote der CERENE, der Einrichtung in der ich arbeite liegt bei fast 25%, was für so eine Einrichtung sehr hoch ist.
Meine Aufgaben bekomme ich jetzt nach und nach auch zugeteilt. Ich fahr die Bewohner zum Arzt, zur Bank, oder wo sie sonst hin müssen. Außerdem fahre ich für sie einkaufen. Meisten besteht so ein Einkauf aus Süßigkeiten, vorwiegend Kekse und Bonbons und Hygieneartikeln.
Mir gehts hier echt gut. Ich habe mir vorgenommen regelmäßig in der Bibel zu lesen. Das klappt ganz gut, auch wenn ich nicht alles verstehe. Ich besuche hier den Gottesdienst, der ähnlich dem bei uns zu Hause ist, also echt was positives. Und eigentlich möchte ich die Jugendgruppe auch besuchen, aber bisher hats noch nich hingehauen.
Nur noch kurz zum Wetter: Es ist *****kalt hier. Es gibt nämlich keine Heizung und die Fenster sind überhaupt nicht abgedichtet. Also drinnen hats nahezu die gleich Temperatur wie draußen. Und duschen ist deshalb auch sehr witzig. Naja aber es ist Frühling, das heißt das Problem hab ich bald nicht mehr.
Also das wärs mal fürs erste und ich werde hier immer mal wieder was schreiben, also bis dann.



